Zur Bechsteinfledermaus

Die Bechsteinfledermaus – ein echter Europäer

Das Areal der Bechsteinfledermaus ist weitgehend auf Europa beschränkt. Als Sommerquartiere nutzt sie Baumhöhlen, vor allem in alten strukturreichen Laubmischwäldern. Da sie kaum wandert, ist sie auf geeignete Winterquartiere in der Nähe ihrer Sommereinstände angewiesen. Den Winterschlaf verbringt sie in Höhlen, Stollen und Kellern. Besonders auffällig sind die großen Ohren.

In Thüringen wird seit vielen Jahren ein starker Bestandsrückgang beobachtet. Deshalb ist sie hier vom Aussterben bedroht. Sowohl die Erhaltung strukturreiche Altholzbestände im Wirtschaftswald, als auch die Einstellung der forstlichen Nutzung in weitere Waldgebiete ist Voraussetzung für ihr Überleben.

Mehr Informationen gibt es hier: Biedermann, Martin; Henkel, Frank (2013): Die Bechsteinfledermaus Myotis bechsteinii in Thüringen. In: Dietz, Markus (Hg.): Populationsökologie und Habitatansprüche der Bechsteinfledermaus Myotis bechsteinii. Beiträge zur Fachtagung in der Trinkkuranlage Bad Nauheim, 25.-26.02.2011, S. 233–244.