Bewerbung 17

Schüler des Staatlichen Thüringischen Rhöngymnasiums: Lydia Schnarr, Theresa Senf, Mary-Sue Ellen Arnold,  Julia Zimmermann, Annalena Schmidt, Bernadette Storch, Elisabeth Hahn, Patrizia Priller, Jonas Denk, Pascal Fehringer, Tony Jung; Schulische Betreuung: Bernd Baumann für die Umsetzung des Projektes „Erfassung der Kellersituation in ausgewählten Rhön-Dörfern hinsichtlich ihrer Eignung als Winterquartier für das Graue Langohr – sowie Schaffung von Sommerquartierangeboten für weitere Dorf bewohnende Fledermausarten“


 

Schüler bei einer Kellerkontrolle auf der Suche nach potentiellen Quartieren und schlafenden Fledermäusen.

Projektverantwortlich: Schüler: Lydia Schnarr, Theresa Senf, Mary-Sue Ellen Arnold, Julia Zimmermann, Annalena Schmidt, Bernadette Storch, Elisabeth Hahn, Patrizia Priller, Jonas Denk, Pascal Fehringer, Tony Jung; Schulische Betreuung: Bernd Baumann (Biologielehrer)

Ort der Umsetzung: Dörfer im Biosphärenreservat Rhön: Rippershausen, Diedorf, Fischbach, Kaltenlengsfeld, Unterkatz, Aschenhausen, Stepfershausen, Oepfershausen, Brunnhardshausen und Zella (Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis)

Von der Maßnahme geförderte Arten: Graues Langohr, aber auch Braunes Langohr, Fransenfledermaus, weitere in Hauskellern überwinternde Arten sowie spaltenbewohnende Arten

Projektpartner: IFT e.V., Landschaftspflegeverband „Biosphärenreservat Thüringische Rhön“ e.V.

Finanziert durch: Schulförderverein des Rhön-Gymnasiums Kaltensundheim (80 €)

Insgesamt klopften die Schüler an 420 Türen und befragten die Eigentümer zu vorhandenen Kellern.

Projektbeschreibung: In der Thüringischen Rhön ist seit Jahren ein dramatischer Rückgang geeigneter Winterquartiere zu beobachten und zugleich ein ebenso drastischer Rückgang des Grauen Langohrs gegenüber Altnachweisen.

Zugleich fallen bei den Winterkontrollen regelmäßig potentiell geeignete Keller auf. Deren Zustand, bzw. Eignung für das Graue Langohr als Winterquartier ist jedoch häufig unbekannt. Durch die praktische Unterstützung der Schüler im Rahmen einer Seminarfacharbeit, kann die Winterquartiersituation besser eingeschätzt werden. Zugleich können bisher unbekannte, geeignete Quartiere mit in die winterlichen Kontrollen einbezogen werden, wodurch möglicherweise neue Nachweise des Grauen Langohrs oder auch anderer Arten, die in Kellern überwintern, gelingen.

Bereits 2015 fanden im Rahmen von Belegarbeiten Kellerkartierungen durch zwei Schülergruppen statt. Hier wurden 420 Hauseigentümer in Rhön-Dörfern befragt. 2016 wurden durch eine dritte Schülergruppe weitere 60 Haushalte befragt.

Durch die drei Gruppen des Schülerprojektes wurde insgesamt in 480 Eigenheimen systematisch erfasst, wie die Winterquartiersituation für das Graue Langohr aussieht. Es wurde ein dramatischer Rückgang geeigneter Quartiere verzeichnet, nur ca. 5 Prozent der Häuser verfügen über ein potentiell geeignetes Winterquartier. Hauptursachen für den Quartierverlust sind Kellerrenovierungen und -umnutzungen.

Fanden sich potentiell geeignete Quartiere, wurden die Hauseigentümer über die Bedeutung von Spalten und Ritzen im Keller für Fledermäuse aufgeklärt. Ebenso wurde auf die essentielle Bedeutung eines freien Einfluges in den Keller hingewiesen und darum gebeten, vorhandene Einflugmöglichkeiten nicht zu verschließen. Geeignete Keller sollen zukünftig im Rahmen der Winterquartierkontrolle mit bearbeitet werden.

Zusätzlich wurden im Rahmen der Seminarfacharbeit durch die Schüler zwölf Fledermauskästen gebaut und an geeigneten Plätzen aufgehängt. Weiterhin wurde ein Fledermausbrett an unserem Schulgebäude angebracht.

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