Bewerbung 14

Diese Kästen warten auf ihre Restaurierung.

Stephan Schauer, Weimar für die Umsetzung des Projektes „Die Fledermäuse in Weimar – quartierschaffende Maßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit“


 

Ort der Umsetzung: Weimar

Von der Maßnahme geförderte Arten: Im Gebiet konnten 5 Fledermausarten nachgewiesen werden, wie die Mopsfledermaus, kleine Bartfledermaus und die Fransenfledermaus. Als Durchzügler wurden das braune Langohr und der Kleine Abendsegler nachgewiesen. Es handelt sich fast ausschließlich, bedingt durch die umgebende Landschaftsstruktur, um wald- und spaltenbewohnende Arten, denen diese Maßnahmen hilfreich sein könnten.

Projektpartner: NABU Weimar/Apolda e.V., Naturschutzjugend Weimar, Dominik Huber

Finanziert durch: Das Material für die Reparatur von Kästen (Leiter, Nägel, Dachpappe) wurde durch den NABU finanziert. (120 €)

Ein von der NAJU Weimar sanierter Fledermaus-Flachkasten.

Projektbeschreibung: Mein Projekt soll aktiv den Fledermäusen durch Quartierbereitstellung helfen, aber auch passiv durch Aufklärung von Interessierten unterstützen. Für das Aufhängen von Kästen am Südhang des Ettersberges habe ich am 01.09.2016 ein Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellt und das Einverständnis der Stiftung Naturerbe des NABU eingeholt.

Danach haben D. Huber und ich am 10.10.16 begonnen, den angrenzenden Wald mit Einverständnis des Revierförsters Sebastian Seidel vom Thüringer Forst und ein kleines Waldstück oberhalb Blumberger Wald mit 12 Flachkästen und drei Fledermaushöhlen im Naturschutzgebiet (NSG) zu versehen. Dabei unterstütze uns der NABU mit Material zur Aufhängung der künstlichen Quartiere. Die NAJU Weimar, welche sechs unbrauchbare Flachkästen von D. Huber zur freien Verwendung erhalten hatte, reparierte diese und machte sie mit verschiedenen Materialien witterungsbeständig.

Mit der NAJU habe ich auch einen Kasten am Bienenmuseum in Weimar angebracht und die anderen an ausgewählten Standorten im NSG Südhang. Die neun gespendeten und individuell gestalteten, großen Flachkästen von der Jena-Plan-Schule warten noch auf ihre Aufhängung in meinem Schlafzimmer.

Als Quartierstandorte wurden 9 Waldrandbereiche und Baumgruppen im Norden und nordöstlicher Gebiet des NSG ausgewählt, wo geeigneter Baumbestand zur Anbringung von 38 Kästen und acht Holzbetonsteinen vorhanden ist.

Anbringung eines Flachkastens im NSG Ettersberg.

Es handelt sich hierbei um eine unterstützende Hilfsmaßnahme und soll nur temporär eingesetzt werden, um die Standortsituation in diesem Gebiet in Bezug auf Wald lebende Fledermausarten zu verbessern (Sommer- und ggf. als Wochenstubenquartier), damit sie nicht gänzlich aus der Flur verschwinden und die Möglichkeit haben, wieder ungestört anzusiedeln.

Zur Aufhängung und Kontrolle der Kästen und Höhlen wurde eine Leiter angeschafft. Auch langfristig sollen interessierte Kinder der NAJU bei den Kontrollen eingebunden werden.

Sonstige Angaben: Die vorhandenen, ehemals militärisch genutzten Gebäude, wie Bunker und Garagen, sollen 2017 weitestgehend vor Brandstiftern und Vandalen verschlossen und ein Teil fledermausfreundlich, z. Bsp. mit Fledermausbrettern ausgestattet werden. Der andere Teil soll nach dem Vorbild von Roland Eberhardts „Lebensraum Trafohäuschen“ umgestaltet und als Insektenhotel verschlossen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.