Bewerbung 07

Erst im Winter 2016 wurde der Artenschutzturm in Thonhausen fertig gestellt und wartet nun auf Bewohner. © Stiftung Pro Artenvielfalt®

Stiftung Pro Artenvielfalt®, Bielefeld für die Umsetzung des Projektes „Umbau von ungenutzten Wirtschaftsgebäuden zu Artenschutzstationen“


 

Ort der Umsetzung: Ostthüringen

Von der Maßnahme geförderte Arten: Alle in Thüringen vorkommenden Fledermausarten

Projektpartner: Untere Naturschutzbehörde Greiz, Bürgermeister der entsprechenden Gemeinden, Thüringer Fernwasserversorgung, ThüringenForst, Verwaltungsgemeinschaft „Oberes Sprotteltal“, „Schmöllner Naturfreunde“

Das komplett freistehende Fledermaushaus in Dörtendorf wurde 2015/2016 fertiggestellt und beherbergt Zwergfledermäuse. © Stiftung Pro Artenvielfalt®

Finanziert durch: Spenden (Umbau der 9 Artenschutzgebäude in Thüringen kompl. ca. 214.200 €, bundesweit gibt es insgesamt 28 Artenschutzgebäude im Stiftungseigentum.)

 Projektbeschreibung: Wir sind eine Stiftung, die sich seit dem Jahr 2002 der Förderung des Wildtierschutzes und der Vielfalt lebender Tierarten widmet. Neben dem Flächenkauf und der ökologischen Biotop-Entwicklung ist ein Teil unserer Arbeit der Kauf und/oder die Übernahme von ungenutzten Wirtschaftsgebäuden wie stillgelegten Trafostationen, unterirdischen Wasserspeichern, ehemaligen Eiskellern, Pumpenhäusern, Feuerwehrtürmen oder anderen, um an und in diesen fachgerecht und vor allem artgerecht (!) neue Lebensräume für „Gebäude bewohnende Tierarten“ (wie z.B. Schleiereule, Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalbe, Haus- und Feldsperling, Schmetterlinge, Hornissen, solitär lebende Wildbienen und vor allem auch verschiedenen Fledermausarten) zu schaffen und diese nachhaltig zu sichern.

Während die einen Gebäude modernisieren, alte Scheunen oder Barracken abreißen und sämtliche Hohlräume und Einschlupf-Spalten versiegeln, schaffen wir – mit langjähriger Erfahrung, unbehandeltem Lärchenholz und qualifizierten Handwerkern aus der Region sogenannte „Artenschutzgebäude“ und Fledermaus-Winterquartiere in stillgelegten Pumpenhäusern und aus der Nutzung genommenen unterirdischen Wasserspeichern wie in Dörtendorf.

Während die einen noch in überforsteten Wirtschaftswäldern jeden Raummeter Holz nutzen, lassen wir in unseren Waldflächen alte Bäume mit Asthöhlen und Totholz stehen.

Blumenwiese Dörtendorf: Von der Gestaltung des Umfeldes profitieren auch die Fledermäuse. © Stiftung Pro Artenvielfalt®

Während die intensivierte industriell betriebene Landwirtschaft den Fledermäusen die Nahrungsgrundlage raubt, renaturiert die Stiftung Pro Artenvielfalt Bergwiesen, Mager- und Blumenwiesen, Niedermoore und Feuchtwiesen.

Ein weiterer Baustein unserer Arbeit ist die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge in persönlichen Gesprächen mit Jung und Alt vor Ort.

Weitere Informationen finden Sie hier.